Montag, 27. April 2020

Greffelründsche - Versuch 1

Also heute gibt es zum Einstieg einmal den Link zum Frankfurter Greffelründsche

https://www.greffelruendsche.de/info/

Aufgrund der aktuellen Covid-19 Situation fand das Event natürlich nicht statt aber in Hessen darf man sich ja noch frei auf dem Radel bewegen. Und da das so ist hatte ich mich einfach mal an diese Herausforderung gewagt. 303 KM also . OK !  Über Stock und Stein - Uh, ok, könnte wehtun. Ach egal - Versuch macht Klug oder so ähnlich.

Der Wecker gin um 4 Uhr und so war ich bereits um 5:30 angezogen und konnte gegen 5.50 starten.Frisch war es. 3 Lagen , Überschuhe und und und - Tagsüber sollte es auf über 20 Grad gehen aber so früh war frisch.

Die Runde führte direkt an meiner Haustüre vorbei und so kam die Idee einfach von zu Hause den Track beginnen. So ging es auf die bekannten Wege durch den Ostpark (meine Laufstrecke), durch Bornheim hoch zum Huthpark. Danach wieder runter nach Enkheim mit Blick auf mein Office. Samstag früh, kein Licht brannte - Alles OK also weiter. Dann wieder die alte Bahntrasse hoch, durch Bergen Enkheim gondeln um dann im Enkheimer Ried zu landen. Ich mag die Ecke. Danach zog es sich etwas bis nach Bad Vilbel. Hier noch zu erwähnen der tolle Trail und die kleine Wanderung über den Friedhof. Da bin ich gegangen - Ich mag die Atmosphäre früh auf einen Friedhof. Da besinnt man sich auf die wichtigen Dinge im Leben.  In Bad Vilbel endet dann Track Nr.1  - Bei mir war dies bei KM 70 (Somit fehlen mir ca. 40 KM die normalerweise am Anfang der Tour stehen) - Ein Pause an der Nidda gemacht, eine Plunder vernichtet und wieder aufs Rad.  Da waren ca. 4 Stunden auf dem Rad hinter mir.
Der Track 2 führte mich in ein Gebiet welches ich schon oft gekreuzt habe in welchem ich mich aber überhaupt nicht auskenne. Doof war das man Navi hier etwas einfror und mir nicht mehr ansagte wann ich wo abzubiegen hätte. Bei vielen kleinen Wechseln tat ich mich etwas schwer und habe auch 2-25 kleine Schleifen gedreht. Das Unwort des Tages "STRECKENABWEICHUNG"   So ging es im Zickzack weiter. Und diese Skyline von Frankfurt verfolgt einen irgendwie immer. Links, rechts, rauf runter und Zack ! Da war es wieder - Dieses Frankfurt.  Aber ich hatte ja Glück. Angenehmes Wetter. Ab und an etwas Wind aber nicht zu warm und nicht zu kalt (also bis ca. 22 Uhr - danach muss ich die Aussage etwas revidieren)
Teil 2 führt auch nach Nied und Höchst - Ich wusste gar nicht das es dort so schöne Ecken hat.  Wieder was neues gelernt. Spannend war auch der Abzweig über die Raststätte an der BAB 5 / Der Track versteckte sich dort hinter der Leitplanke. Den muss man erst einmal finden ....

Also in Höchst bin ich dann nach ca. 13 Stunden angekommen. Mehrs als die Hälfte lag da hinter mir. Also auf in das Teilstück 3. Jetzt war ich auf der Suche nach einer Tankstelle und was zu Essen. Bei Schwanheim habe ich dann den kurzen Abzweig zum Supermarkt gemacht. Leider nichts gefunden was micht jetzt so richtig angemacht hätte. 2 Waffeln später wieder auf den Track. Die Dämmerung setzte ein. Am Flughafen die stehenden Flugzeuge bewundert. Schon irgendwie eine komische Situation. Weiter immer weiter ! Meine Hände meldeten sich - Die kurzen Handschuhe im Mittelteil waren zwar gut aber sind nicht für Touren > 120 km geeignet. So fuhr ich mich anfangenden Schwielen weiter. Dann fing das Navi an dunkel zu werden.  Energiesparmodus nennt sich das. So musste ich immer auf das Gerät drücken um den nächsten Abzweig zu finden. Das war extrem nervend ! Habe dann , nachdem ich wieder in FFM war, festgestellt, daß das Stromkabel locker war - Nicht ab, sondern nur locker. Ganz toll ! Die Lupine vorne verrichtete super Ihren Dienst und so rollte ich durch die Dunkelheit der Frankfurter Wälder. Alleine im dunklen Wald. Irgendwie macht das schon Spaß - Eine Panne hätte ich aber ziemlich ungeil gefunden. Es wurde spürbar kälter! Ich hatte einen kurzen Stop für das wieder anlegen der Beinlinge und des Langarmtrikots gemacht. Auch Überschuhe hatte ich an. Jetzt aber merkte ich die Erschöpfung und mir wurde kalt - Also richtig übel kalt und schlecht wurde mir auch noch. Den letzten Riegel hat der Magen im Kombi mit Wasser wohl für nicht so dolle gehalten. Ich entschied mich an der Stelle dann für den schnellen Weg nach FFM. Habe nachher gesehen das mir das nicht viel eingespart hat. Also Stand ich gegen 00 UHR wieder am Main. 18 Stunden Unterwegs. Kurzes Fazit für die Kamera verpackt und die letzten 5 KM nach Hause gerollt. Ich werde das wohl noch einmal versuchen. Dann starte ich aber an der offiziellen Stelle. Die ersten KM sind aus meiner Sicht Einrollkilometer - Diese am Ende zu haben ist nicht gut für den Kopf, da es von dort nicht Richtung Heimat geht, sondern wieder weg aus FFM.  FAZIT der ganzen Schinderei:

- Wenn ich mein Tempo fahre, dann bekomme ich das hin
- Siehe zu das Dein Navi richtig funktioniert
- Siehe zu das das Navi auch Nachts richtig funktioniert
- Denke daran das Du Nachts und nach Erschöpfung noch eher frierst
- Mache längere Kameraabschnitte und vermeide Windgeräusche
- Geniesse die Natur !  Bei dieser Tour zu erwähnen - Das Eichhörnchen welches auf dem Weg stand    und nicht weggehen wollte, das Grüppchen Rehe in der Dämmerung das 5 m vor mir den Weg 
   kreuzte und und und - Es gab so viel zu sehen ....


Hier noch der Link zum Videomaterial -

 Der verrückte Herr P. auf dem Greffelründsche 


Greffelründsche .... Ich werde Dich noch offiziel erlegen aber nicht mehr im April 2020
Du bist ein toller Track und hast mir Frankfurt gezeigt wie ich es nocht nicht kannte.
Ich habe an dem Tag soviel gesehen und erlebt - Ich kann das gar nicht alles in Worte fassen.

Ach ! Eines noch -  

Bleibt gesund und stabil da draussen !

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